© Foto: HR Presse

Premiere: 26.12.2023 – 20:15 ARD

Der heimliche Star dieses Tatorts ist das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, das die wahnsinnige Filmmusik von Bertram Denzel und Max Knoth spielt. Nicht unbedingt selbstverständlich: Jeanette Hain hält dem elegischen Sound stand in ihrer Rolle als nervös-labile Künstlerin und vereinnahmende Mutter. Die Regisseurin Elke Hauck, die zusammen mit Sven S. Poser auch das Drehbuch schrieb, wendet kompliziertes Innenleben so leise nach außen, dass es dem Zuschauer kein Verstehen, kein Einfühlen abverlangt. Das grenzt vermarktungsmäßig an Selbstvernichtung, Identifikation ist schließlich die Währung im Gefühlsgeschäft Film. Wie man mit solcher Rätselhaftigkeit aber große Spannung erzeugt, hat Hauck vor zwei Jahren in dem ungewöhnlichen Polizisten-Mystery-Drama Gefangen mit Wolfram Koch in der Hauptrolle vorgeführt, das die ARD ruhig mal wiederholen könnte. „Ich würd‘ schon gern noch mal die Kontrolle verlieren mit jemand“, sagt Koch jetzt als Brix in diesem Tatort.

[Quelle Textauszug: SZ Online]

 

 

© Foto; schmidtFilm, Weltkino

Menschen auf der ganzen Welt begeistern sich für die Musik von Johann Sebastian Bach. Wie kann man die Faszination für den berühmten deutschen Komponisten erklären? Die Leipziger Regisseurin Anna Schmidt sucht in ihrem neuen Film „Living Bach“, der ab dem 30.11.2023 in den Kinos zu sehen ist, nach Antworten. Viele der Protagonisten aus allen Kontinenten der Erde berichten von einer universellen Botschaft in Bachs Musik, die jeder verstehe, über alle kulturellen und sprachlichen Grenzen hinweg. Am Ende der Doku singen die Musikerinnen und Musiker gemeinsam in der Leipziger Thomaskirche, Bachs langjähriger Wirkungsstätte.  [Text: mdr]

Verleihinfos

Webside der Produzentin / Autorin

Music Rights Clearing by Ohrfilm e.K.

(c) Bild: 2023 Looks Film & TV GmbH

Regie: Tamara Erde.
Musik: Christian Meyer.
Music Supervision: Ohrfilm e.K.

Mini – Serie ab sofort auf der ARD Mediathek und eine 60“ – Fassung am 13.11.23 – 20:15 im ERSTEN.

Sechzig Jahre ist es her, dass Schüsse in Dallas Leben und Karriere eines Präsidenten beendeten, der inzwischen zu einem Mythos geworden ist: John Fitzgerald Kennedy. Eine vierteilige Serie in der ARD Mediathek und ein einstündiger Film im Ersten erzählen ab 12. November die Jahre, die sein Schicksal prägten. Neben amerikanischen Weggefährt:innen und Expert:innen ordnen auf deutscher Seite u.a. Ingo Zamperoni (Moderator der Tagesthemen) das Leben des Ausnahmepräsidenten ein.

© Foto: Camino Filmverleih

Kinostart Deutschland: 02.11.2023

Regie: Christian Werner

Musik: Philipp Schaeper & Christopher Colaço 

Ein NS-Parolen plappernder Papagei stürzt die Familie der Tierheimleiterin Birgit Singer in eine Zerreißprobe zwischen Political Correctness, Tierliebe und deutscher Lebenswirklichkeit. Als die Versöhnung mit den jüdischen Schwiegereltern misslingt, Birgit ins Kreuzfeuer der Medien gerät und durch den Vogel sowohl ihren Job als auch noch das Vertrauen ihrer Tochter verliert, platzt ihr der Kragen.

 

 

 

© Foto. Deutsche Kinemathek.

TV-Ausstrahlung am Sonntag, 29. Oktober um 22:30

Regie: Sabine Jainski

Musik: Christoph Rinnert

Asta Nielsen (1881-1972) ist die Pionierin und der erste Star des Kinos in Europa. Als Arbeiterkind und alleinerziehende Mutter arbeitet sie sich von ganz unten hoch. Sie inszeniert sich bewusst als erstes Rollen-Vorbild für moderne, unabhängige Frauen – und spielt queere Figuren wie Hamlet. Mit vielen Filmausschnitten spürt die Dokumentation dieser singulären Erscheinung nach.

Asta Nielsen (1881-1972) war der erste Filmstar in Europa. Sie schuf das Kino, wie wir es heute kennen: Ihr erster Film „Abgründe“ ist auch einer der ersten Langfilme der Filmgeschichte. Mit ihrem erotischen Gaucho-Tanz verzauberte sie die Massen, bald drehte sie ganze Serien. 1914 sahen pro Tag 1,5 Millionen Menschen auf der ganzen Welt einen Film mit Asta Nielsen.
Dieser Erfolg war ihr nicht in die Wiege gelegt: 1881 in eine Arbeiterfamilie in Kopenhagen hineingeboren, musste Asta Nielsen hart kämpfen, um Schauspielerin zu werden. Dann mit 19 Jahren der Schock: Sie erwartet ein Kind – und weigert sich, den Vater zu heiraten. Sie will unabhängig bleiben.
Solche modernen, neuen Frauen spielt Asta Nielsen später in ihren Filmen, und im Kino sitzen die ersten berufstätigen Frauen, die genau diese Vorbilder suchen. Vom Teenager bis zum Vamp, vom Melodram bis zur Komödie spielt „die Asta“ alle Rollen. Schon früh tritt sie in Hosenrollen auf, 1922 verkörpert sie Hamlet zwischen den Geschlechtern. Etwa 70 Filme dreht Asta Nielsen bis 1932 in Deutschland – doch mit den Nazis möchte sie nicht arbeiten.
Mit faszinierenden Filmausschnitten und einer reich ausgestatteten Inszenierung spürt die Dokumentation dem Geheimnis dieser Ikone nach. Karola Gramann und Heide Schlüpmann von der Kinothek Asta Nielsen diskutieren mit Barbara Beuys, die eine neue Biografie über den Weltstar verfasst hat.
[Text: ARTE.TV]

© Foto: Kimmel & Metz Filmproduktion

TV-Erstaustrahlung ARTE, Mittwoch 27.09.2023 – 21:55

Die spannende Reise in die Welt jenseits der binären Geschlechterordnung mit seltenen, ehrlichen Einblicken in das häufig zerrissene Lebensgefühl von Transpersonen und in die komplexen psychischen, hormonellen und chirurgischen Aspekte ihrer Transition. Die Doku begleitet sieben Trans-protagonist*innen auf ihren unterschiedlichen Wegen, um die Person zu werden, die sie sind.
Was bedeutet es eigentlich, trans zu sein? Was lässt Menschen eine Reise der Selbstwerdung antreten, die mit so vielen Zweifeln, Schmerzen und Veränderungen verbunden ist? Der Dokumentarfilm „TRANS – I Got Life“ von Imogen Kimmel und Doris Metz begleitet sieben Transpersonen auf ihrem Weg zu sich selbst. Es ist eine sinnliche Reise in die Welt jenseits festgeschriebener Geschlechternormen, in intime Lebensbereiche und in die Chirurgie, die Teil (fast) jeder Transition ist. Dabei wird deutlich, wie vielseitig die Wege zu sich selbst sein können und mit welchen Hürden sie oftmals verbunden sind. Die Protagonistinnen und Protagonisten sprechen offen über ihre persönlichen, oft sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit ihren Mitmenschen und über ihre eigenen Identitätskonflikte.
So begleitet der Film zum Beispiel Frau Oberst Landsteiner, militärische Gleichstellungsbeauftragte des Ausbildungskommandos der Bundeswehr – sie ist die erste und bislang einzige Frau im Rang eines Obersts. Oder Verena, Gabelstaplerfahrerin in München, die früher Lkw-Fahrer war. Damals sah sie sich fest verankert im Heimatdorf in der Oberpfalz: als Mitglied im Schützenverein und bei der Feuerwehr. Nach dem Outing war all das vorbei. Oder Mik, dreifache Eishockey-Weltmeisterin, heute Trainer der tschechischen Frauennationalmannschaft im Inlineskating.
„TRANS – I Got Life“ gibt einen eindrücklichen Denkanstoß, warum sich Menschen nicht mehr länger durch die 0,3 Prozent der DNA definieren sollten, die sie unterscheiden, sondern durch die 99,7 Prozent, die sie verbinden. Ein hochaktuelles Plädoyer für Freiheit, Selbstbestimmung und mehr Toleranz im gesellschaftlichen Miteinander. [Text: www.arte.tv ]
Filmmusik von Gregor Schwellenbach

[(c) Foto: Sönje Storm]

Dokumentarfilm, 84 min. Buch & Regie: Sönje Storm

350 ausgestopfte Vögel. 3000 Schmetterlinge, Pilze, Käfer. Die Sammlung ist dokumentarisch, obsessiv und poetisch. Schmetterlinge, Raupen, Käfer, Fotografien, über Stunden, wahrscheinlich Tage, Monate, mit der Hand koloriert. Wer nimmt sich soviel Zeit, was war in diesem Kopf los? Sönje Storm öffnet in ihrem Film den Nachlass des Bauern Jürgen Friedrich Mahrt (1882 – 1940), der ihr Urgroßvater war. Im Ersten Weltkrieg wurde er in der Luftaufklärung zum Fotografen ausgebildet. Ab 1919 beobachtet er die fortschreitende Zerstörung fragiler Ökosysteme wie der Moore und den Rückgang der Arten – Bilder aus der Frühzeit des Anthropozäns.

Auszeichnungen:

Goldene Taube im Deutschen
Wettbewerb beim DOKLeipzig Filmfest in 2022
Nominiert für den Preis der deutschen
Filmkritik 2022
Preis der ökumenischen Jury beim Achtung
Berlin Filmfestival 2023

Mehr zum Film & Kino Spielstätten

Musik: Dominik Eulberg, Bertram Denzel, Henry Reyels

© Foto: Benoît Linder/SWR

Wiederholung im HR am Montag, den 10.07.23 – 21:45.

Fasnet im Schwarzwald. Ausnahmezustand, auch für Kommissare. Franziska Tobler und Friedemann Berg lassen sich mitreißen, treiben durch Umzüge und Kneipen. Allerdings werden sie auch an einen Tatort gerufen: Philipp Kiehl, der seine Frau Elena zu einer Schönheits-OP in den Schwarzwald begleitete, liegt erschlagen in seinem Hotelzimmer. Den Abend seines Todes, soviel ist bald klar, verbrachte er mit Romy Schindler.

Romy ist heute Krankenschwester in der Schönheitsklinik, hat einen kleinen Sohn und lebt mit dem Arzt David Hans zusammen. Früher arbeitete sie im Escort und Kiehl war einer ihrer Kunden. Er hatte Romy überredet, ihn im Hotel noch einmal zu treffen. Nur ein ausgelassener Abend, ein spontaner Impuls, beteuert Romy Schindler gegenüber den Kommissaren. Was ihm nichts ausgemacht habe, versichert David Hans. Aber beide sind verdächtig und der Druck auf sie und ihre Beziehung wird immer größer.

Filmmusik von Jens Thomas

 

Foto: ARD Degeto/Kerstin Stelter

Für die alleinerziehende Allgäuer Landpolizistin Tinka stand Verantwortungsbewusstsein schon immer an erster Stelle – nicht jedoch für ihren Vater, den charmanten Hallodri „Bonanza“ Hartmut Zeller. Als der einst erfolgreiche Rockmusiker nach Jahren der Funkstille bei ihr hereinschneit, möchte Tinka ihn am liebsten gleich wieder loswerden.

Dass Hartmut sie und ihre inzwischen demente Mutter Luise im Stich gelassen hat und seinen 17-jährigen Enkel Flo kaum kennt, will sie ihm nicht verzeihen. Zu Recht misstraut sie auch seinen Beweggründen für den „Überraschungsbesuch“. Tatsächlich hat ihn mehr als ein schlechtes Gewissen oder sein plötzlich wiedererwachter Familiensinn nach Hause geführt: „Bonanza“ ist pleite und möchte von Tinka seinen Anteil am Hof ausbezahlt bekommen.

Diese hat jedoch noch nie etwas davon gehört und ist selbst klamm. Als die letzte, von Gerichtsvollzieherin Erika Cevik gesetzte Frist zu verstreichen droht, lässt Hartmut sich auf einen riskanten Deal mit Tinkas Verehrer Richard ein.

TV Premiere: 26.05.2023 – 20:15 ARD

Filmmusik von Eike Hosenfeld & Moritz Denis

© Foto: ARD Degeto/Tivoli Film/Petro Dom

Spielfilm Deutschland/Österreich 2023

Regie: Till Franzen

Im Abendprogramm des Fernsehens läuft ein knallharter Actionreißer. Was sich vor ihrem Fenster ereignet, versetzt die kiebitzende Oma Horvath allerdings in noch größere Aufregung: Ein Autofahrer, der vor einer auf der Straße liegenden Person hält, wird plötzlich von dieser überwältigt und entführt.

Die Geisel, der 22-jährige Paul Rauch, übermittelt kurz darauf in einem Erpresservideo die Forderung: 2 Millionen in 48 Stunden! Dass Pauls Mutter Sonja wie gefordert die Polizei heraushalten will, bringt die Sonderermittler Haller und Niko ins Spiel. Der „Blinde und das Schlitzohr“ sorgen für Unruhe in der Weinbauregion, wo jeder jeden kennt. Der Weinbauer Tomasek gerät ebenso ins Visier wie Leo, der dealende Bruder von Pauls Schwarm Rita.

Unterdessen wächst der Druck auf Pauls wohlhabenden Onkel Heinrich, der als Einziger in der Familie die Summe auftreiben kann. Während Haller und Niko nicht weiterkommen, drängt Pauls Mutter auf die Geldübergabe …

Musik: Philipp Schaeper & Christopher Colaço

Erstaustrahlung am 04.05.23, 20:15 – vorab ab auf der ARD Mediathek

© Foto: SWR/Zieglerfilm/Martin Farkas

 

Filmdebüt der Regisseurin Nancy Mac Granaky-Quaye.

Laute Punk-Musik, Bauwagen voller Graffiti, Stress mit der Polizei: Von Systemgehorsam ist bei Lisa und ihrer selbst gewählten Punker-Familie keine Spur. Im Widerstand gegen den Kapitalismus haben sie schon vor Jahren ein leerstehendes Gewerbegebiet besetzt und zu ihrem neuen Zuhause erklärt. Als der Platz nun plötzlich geräumt werden soll, rüstet sich die Punkergemeinde zum Kampf gegen die Obrigkeit. Was Lisas Freunde allerdings nicht wissen ist, dass sie den Platz gar nicht wirklich besetzt haben, da er Lisas Vater Harry gehört. Mit dem hat die Punkerin aber schon vor langem gebrochen. Weswegen es ihr jetzt umso schwerer fällt, ihn um Hilfe bitten zu müssen. Umso mehr, da Harry das Gesicht des Teleshopping-Senders „Homeshopper’s Paradise“ ist und damit eine der schlimmsten Seiten der Konsumwelt für Lisa und ihre Freunde verkörpert. Doch auch bei Harry läuft es gerade nicht glatt, weswegen er auch Lisas Platz an die Bank verloren hat. Zudem macht der Sender immer schlechtere Quote und der amerikanische Mutterkonzern schickt nun den jungen Manager William, der den Laden aufräumen soll. Als Lisa dann unerwartet in der Sendung ihres Vaters auftaucht und ihn beschimpft, ist William von ihr begeistert. Er erkennt direkt Lisas Unterhaltungspotenzial mit ihrer frischen rebellischen Art. Notgedrungen lässt sich Lisa auf einen Deal mit William ein: Sie wird die neue Komoderatorin von Harry und dafür kauft William ihren Platz zurück. Aber natürlich dürfen ihre Punker-Freunde auf keinen Fall von ihrem Pakt mit dem Kapitalismus-Teufel erfahren. Zunächst scheint Williams Rechnung aufzugehen, doch die ohnehin schon schwierige Vater-Tochter-Beziehung wird noch stärker als zuvor auf die Probe gestellt und langfristig kann Lisa das Kollidieren ihrer zwei gegensätzlichen Welten nicht verhindern …

Zu sehen auf der ARTE Mediathek

Musik von: Stan Koch & Maarten Maximé Buning / Dodo Nkishi

(c) Foto: SR Salzgeber & Co. Medien GmbH.

Paul lebt mit seinem kleinen Bruder Silas und den Eltern in der unscheinbaren Wohnsiedlung eines grauen Provinzstädtchens, irgendwo in Deutschland. Einsam und ziellos streift er durch das Niemandsland der Wälder, über Schleichpfade und vorbei an Ruinen. In der Ortschaft regiert Tristesse, gäbe es da nicht einen anonymen Steinewerfer, der nachts sein Unwesen treibt und Autounfälle verursacht.

Paul interessiert sich für seltsame Dinge: für verlassene Gebäude, geflüsterte Privatgespräche und liegengelassene Taschen argloser Menschen. Er wirkt nett und höflich – und ist ansonsten ein Jugendlicher ohne Eigenschaften. In dieser Undurchsichtigkeit bietet er seinen Mitmenschen die ideale Projektionsfläche für ihre eigenen Sehnsüchte. Wie seiner Mitschülerin Dala, die sich in den stillen Außenseiter verliebt, der sie immer beim Theaterspielen aus dem Dunkel der Sitzreihen beobachtet. Oder seinem extrovertierten Klassenkameraden Max, der in Paul endlich jemand gefunden zu haben glaubt, der ihn ernst nimmt.

Im Projektkurs werden die Schüler vom kunstsinnigen Lehrer Bulwer unterrichtet. Einzig Paul erregt seine Aufmerksamkeit durch ein Heft mit handgeschriebenen Gedichten. Bulwer glaubt, seine eigene Sensibilität in dem Jungen wiederzuerkennen, und lädt ihn zu sich nach Hause ein, um gemeinsam an Pauls Fotoprojekt zu arbeiten.

Doch eines Tages steht die Kriminalpolizei in Pauls Klasse. Ein Junge, der neu auf der Schule war, wurde tot im Wald aufgefunden, erschlagen mit einem Stein. Hat Paul etwas damit zu tun? Und wie hängt der Mord mit dem mysteriösen Steinewerfer zusammen? Je weiter die Ermittlungen gehen, desto mehr verdüstern sich die Wolken …

TV Debut am 03.04.2023 | 00:10 ARD und ARD Mediathek bis zum 01.04.2024

 

Musik von Christopher Colaço & Philipp Schaeper

Additional Music by: Stan Koch & Maarten Buning

[Foto: ARD/Degeto]
TV-Premiere: 16.03.2023 ARD – und Mediathek
„Marzanna, Göttin des Todes“, der dritte Film der mit über sechs Millionen Zuschauer:innen erfolgreich gestarteten Reihe „Masuren-Krimis“, führt in die Sagenwelt der Naturlandschaft im Norden Polens. Welche Rolle spielt der Mythos einer zwiespältigen Göttin, die Untreue in der Liebe bestraft und später selbst ertränkt wird, bei zwei rätselhaften Todesfällen? Die präzise Regie von Sven Taddicken und die ruhig begleitende Bildgestaltung von Fee Strothmann geben dem deutsch-polnischen Ensemble den Raum für exzellente Darstellerleistungen.

 

 

Sonne, Strand und Meer, eine tolle Frau, das beste Kind der Welt, Erfolg im Beruf – davon träumt Marko. Doch sein Leben sieht anders aus: Den Tag verbringt er in seinem Wiener Kellerbüro und starrt auf einen Monitor; zu Hause erwartet ihn ein schreiendes Kind und eine angespannte Freundin. Sein Vater wünscht sich, dass er als Altenpfleger zurück in das Elternhaus nach Salzburg zieht. Was kommt da noch, bevor es endlich vorbei ist?

Auf einer sehr persönlichen Spurensuche besucht Marko Doringer seine Freundinnen und Freunde; er geht auf Tuchfühlung mit der Elterngeneration und wirft einen Blick zurück ins Leben seiner Großeltern. Marko will herausfinden, was seinen eigenen Blick auf das Leben immer wieder so schwer macht. In einer Dekaden-übergreifenden Tiefenbohrung durchstößt er die Trennschichten von vier Generationen: Wie hat der Krieg das Leben seines Großvaters traumatisiert? Wie ist sein Vater damit umgegangen? Was tropft davon in das Leben von Marko? Und was wird er an seine Tochter Elsa weitergeben?

Marko Doringer präsentiert mit DEIN LEBEN – MEIN LEBEN einen Film über die generationenübergreifende Traumatisierung inmitten der deutsch-europäischen Nachkriegsgeschichte. Wir erleben den packenden Versuch einer Versöhnung voll von bleierner Atmosphäre, Lebensfreude und alten Wunden. Und eine berührende, dokumentarische Familientherapie.

Nach MEIN HALBES LEBEN, NÄGEL MIT KÖPFEN sowie MEIN WENN UND ABER folgt nun mit DEIN LEBEN – MEIN LEBEN die Fortsetzung einer österreichischen Kultreihe, die auch als alleinstehender Film funktioniert.

Kinostart Österreich, am 22.03.2023

Music Clearance by Ohrfilm

(c) Foto/Artwork: WDR/Thomas Kost/weissraum.de(sign)_______________

Sonntag, 13. November 2022. 20:15 ARD_______________________________

„Thiel“!! mit seinem selbstgefälligen Charme ermahnt Jan Josef Liefers in seiner Rolle als Prof. Dr.Dr. Karl-Friedrich Boerne seinen kongenialen Partner Axel Prahl aka Frank Thiel, nunmehr seit 20 Jahren in dem sonntäglichem TATORT aus Münster.  In ihrem Jubiläumsfall bekommt das Münsteraner Team mit der Mafia zu tun. Dabei agieren und chargieren die Protagonisten auch in „Ein Freund, ein guter Freund“ wie gewohnt zwischen Ernsthaftigkeit und Komödie.

Filmmusik als eine Verbindung zwischen Handlung und emotionalem Unterbau, wurde dabei bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Daher sei anlässlich dieses Jubiläums-Tatort ein ganz besonderes Augen– in diesem Fall Ohrenmerk auf den ausgeklügelten und mit viel Liebe zum Detail komponierten Soundtrack von Michael Klubertanz gerichtet. Denn schon musikalisch wird die Verbundenheit der Charaktere subtil angedeutet – durch eine harmonische Terzverwandschaft.

Klubertanz hat vor allem hinsichtlich der Instrumentierung einfallsreiche musikalische Pfade eingeschlagen. So hat er das musikalische Thema des Rechtsmediziners Boerne u.a. mit medizinischen Instrumenten, wie Scheren, Pinzetten oder Messgeräte, erzeugt und hat die Klangpalette außerdem durch (tierische) Knochen oder Schläge auf den Sektionstisch ergänzt.

Thiels Vorlieben für Fußball und Bier spiegeln sich in dessen musikalischem Thema wider – auf eine ebenso humorvolle wie subtile Art. Zu hören sind Flaschen in jeglicher Spielart, geblasen, geschüttelt, geschlagen – nicht irgendwelche Flaschen, sondern Münsteraner Pinkus-Bierflaschen.

Dazu kommen: ein süffiger Walzer, ein paar musikalische Referenzen und Verneigungen vor Alfred Hitchcocks Stammkomponist Bernard Herrmann oder auch ein Barpianotitel irgendwo zwischen Bossa Nova und Cole Porter.

Die Soundtrack EP ist am Tage der  Ausstrahlung hier und auf allen übrigen bekannten Streaming/Online-Services erhältlich.

Intro Music by Matthieu Brismontier

2022 | Dokumentation | 120‘, 6 x 20’

Sie ist eine lebende Legende, „Die Queen“ ein Synonym für ihren Namen: Königin Elisabeth II. Kein Monarch und keine Monarchin hat Großbritannien länger regiert als sie. Wie kaum ein anderes gekröntes Haupt ist sie der Inbegriff einer Monarchin in einem Spannungsfeld zwischen royaler Tradition und Moderne, zwischen Glamour und Skandalen, zwischen Öffentlichkeit und Privatleben.

Doch wer ist die Person, die seit Jahrzehnten die Königinnen-Maske trägt? Wie passt die Königin als Staatsoberhaupt in eine moderne Demokratie? Was sehen die Menschen in ihr und in dem, was sie verkörpert? Ist die Königin ein Fossil, das britische Königshaus ein Anachronismus, ein aufgeblähter Promi-Zirkus – oder verbirgt sich dahinter etwas Bedeutenderes, Wertvolleres, Sinnstiftendes? Und was kommt, wenn die Ära von Elisabeth II. endet? (Quelle: Looks Film)

Mediathek

 

 

© Foto: ARD Degeto | Hardy Spitz

Filmmusik: Eike Hosenfeld & Moritz Denis

Heiteres Trennungsdrama für den Wochenausklang

Ein sonniger Sommermorgen, eigentlich sieht alles aus wie immer. Linda sitzt mit  ihren Kindern am Frühstückstisch. Etwas ist jedoch seit Monaten anders: Fritz, der Papa der Familie, schläft im Wohnmobil im Garten. Linda hofft zwar, dass sich alles wieder findet, für ihren Ehemann stehen die Zeichen aber auf Trennung! Lindas Schmerz schlägt in Wut um, als sie herausfindet, dass Fritz bereits eine neue Partnerin hat – und sogar die Kinder davon wissen. Für die drei ist klar: Auch Mama braucht einen „Neuen“!

Mit einem Fake Account im Dating-Portal machen sich Paula, Tim und Thorben auf Kandidatensuche. Die nichtsahnende Linda hat jedoch weder den Nerv noch den Bedarf, verkuppelt zu werden. Es geht nämlich von allein bereits besser, als sie eigentlich möchte. Selbst ihre beste Freundin Carmen kommt ins Staunen, als ihr Linda von einem spontanen One-Night-Stand und dem Aufwachen in einer Studenten-WG erzählt.

Aus der Bahn geworfen und etwas neben der Spur, geht Linda jetzt ihren eigenen Weg. Obwohl sie ihr aufgeräumtes Leben noch vermisst, findet Linda immer mehr die Entschlossenheit, ihren unfreiwilligen Neuanfang selbst zu gestalten.

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung drei Monate lang in der ARD Mediathek verfügbar.

Filmmusik von: Christopher Colaço & Philipp Schaeper

Fernsehfilm Deutschland 2022 +++ In einem Einfamilienhaus werden eine alleinerziehende Mutter und ihr Sohn tot aufgefunden. Ein Tod in kompletter Einsamkeit. Katrin König ermittelt bei dem Ex-Mann und Vater. Kommissarin Melly Böwe reist aus Bochum an, um zu unterstützen. +++ Mit Anneke Kim Sarnau, Lina Beckmann, Andreas Guenther, Josef Heynert, Uwe Preuss u. a. | Regie: Stefan Krohmer

auf der Mediathek

 

© Picture:  The Presidential Office of Ukraine / © Cover Artwork: weissraum.de(design)º

SELENSKYJ
EIN PRÄSIDENT IM KRIEG (O.S.T.)

In wenigen Tagen ist er zu einem globalen Helden aufgestiegen: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Wer ist dieser Mann – und wofür steht er? Der Film porträtiert den Politiker, der Putins Gegenspieler wurde.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hätte es sich einfach machen können, doch das Angebot der USA, ihn aus Kiew auszufliegen, lehnte er ab. Er soll mit dem filmreifen Satz geantwortet haben „Der Kampf ist hier. Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit“. In nur wenigen Tagen hat er mit seinen Reden die Herzen und Köpfe der Menschen auf der ganzen Welt gewonnen. Fast vier Millionen Menschen folgen ihm auf Twitter, seine Videos werden auf Facebook oder Youtube ebenfalls millionenfach geschaut. Er verteidigt seine Heimat in einem Krieg, von dem viele Beobachter sagen, dass die Ukraine ihn nicht gewinnen kann. Wird er den Krieg überleben?

Der Film fragt, was Selenskyj und seine Mitstreiter, z.B. den Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko, antreibt, und analysiert seine Rolle im Krieg. Er erzählt Selenskyjs Lebensgeschichten: Wie ein junger Mann, dessen einzige politische Erfahrung darin bestand, in einer amüsanten Fernsehserie einen Präsidenten zu spielen, an die Spitze des Landes gewählt wurde. Wie er sich jäh in den Realitäten der ukrainischen Politik wiederfand. Und wie Wolodymyr Selenskyj vom Hoffnungsträger zur Heldenfigur wurde.

[Quelle: LOOKSfilm]

Musik von:    

Henrik Albrecht; Johannes Beere; Moritz Denis; Tobias Fritzsch; 

Eike Hosenfeld; Michael Kadelbach; Olaf Parusel; Tim Stanzel

Producer: Gunnar Dedio, Regina Bouchehri

Eine Kooperation von LOOKSfilm, rbb, WDR

In Zusammenarbeit mit ARTE

Regie: Dirk Schneider, Claudia Nagel

Creative Producer: Andreas Fauser

Soundtrack erhältlich ab dem 24. März 2022 auf allen gängigen Streaming- und Download Services.

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