
© Foto Steven Haberland
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Geprägt von der langjährigen Erfahrung als Jazzmusiker versteht Jürgen Spiegel das Komponieren für den Film als einen Dialog mit dem bewegten Bild, aus dem stets etwas Neues entsteht. Er entwickelt seine Filmmusik aus dem Moment heraus, immer mit einem hohen Maß an Intuition. „Im Jazz lernt man, im Moment zu reagieren, offen zu bleiben und Veränderungen nicht nur zuzulassen, sondern sie zu begrüßen. Genau das inspiriert mich am meisten: schnelle, momentane Veränderungen, nicht festzuhalten an Dingen, nur weil man denkt, dass sie gut sind, sondern den Mut zu haben, sie wieder zu verwerfen und neu zu denken.“
Im Zentrum seiner Arbeit steht ein physischer, akustischer Zugang zur Musik. Als Percussionist und Schlagzeuger liegt sein Fokus ganz klar auf Rhythmus und Wiederholungen, auf Mustern, aus denen sich Spannung entwickelt. Genau diese Prozesse findet er überall: im Alltag, in Bewegungen, in Gesprächen, in Stimmungen. Jürgen arbeitet bevorzugt mit echten Instrumenten und echten Klängen. Für ihn entsteht Musik im Spielen, im Anfassen, im unmittelbaren Klang.
Er arbeitet sowohl mit akustischen Instrumenten wie Schlagzeug, Percussion, Klavier, Gitarre oder mit Alltagsgegenständen, aber auch mit gängigen Musikprogrammen. Aus diesem Klangschatz entwickelt er seine Ideen. Jürgens Sound entsteht nicht aus Samples oder vorgefertigten Bibliotheken und auch nicht aus KI-generierten Ideen. Wenn er etwas erschafft, ist das zu hundert Prozent er selbst – mit seiner Handschrift, seiner Energie und seinem Timing.
Ein wesentlicher Fokus liegt für ihn auf dem gemeinsamen Kreieren von Musik, in Zusammenarbeit mit Regie und Produktion versteht er sich als Teamplayer. Musik ist für Jürgen kein Selbstzweck, sondern Teil eines größeren Ganzen: Sie soll dem Film dienen, Atmosphäre schaffen und Bild und Emotion miteinander verbinden. Offenheit, Vertrauen und gemeinsames Denken sind für ihn die Grundlage eines kreativen Prozesses, aus dem lebendige, authentische Filmmusik entsteht.
Drawing on his many years of experience as a jazz musician, Jürgen Spiegel approaches film composition as a dialogue with the moving image, resulting in something new each time. He composes film music spontaneously, guided by intuition. „In jazz, you learn to react in the moment, to remain open, and to welcome change. That’s what inspires me most: rapid, momentary changes. It’s about having the courage to discard things and rethink them, rather than clinging to them just because you think they’re good.“
At the heart of his work there is a physical, acoustic approach to music. As a percussionist and drummer, he focuses on rhythm and repetition, and on patterns from which tension develops. He observes these processes in everyday life, in movements, in conversations, and in moods. Jürgen prefers to work with real instruments and sounds. For him, music is created through playing, touch, and immediate sound.
He works with acoustic instruments such as drums, percussion, piano and guitar, as well as everyday objects and common music programmes. He develops his ideas from this treasure trove of sounds. Jürgen’s sound does not come from samples, ready-made libraries or AI-generated ideas. When he creates something, it is one hundred percent him – with his signature style, energy and timing.
Collaborative music creation is a key focus for him; he sees himself as a team player, working together with the director and production team. For Jürgen, music is not an end in itself, but part of a larger whole. It should serve the film, create an atmosphere, and connect images and emotions. Openness, trust and collaborative thinking form the basis of his creative process, resulting in lively, authentic film music.
